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Freitag, 10. September 2021

7. Sept. 2021: Bundeskabinett legt fünften Bodenschutzbericht vor

Welche Fortschritte hat der Bodenschutz in den vergangenen Jahren gemacht? Dazu hat die Bundesregierung dem Bundestag jetzt ihren fünften Bericht vorgelegt.

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Die Reduzierung des Flächenverbrauchs bleibt schwierig

Eine Herausforderung bleibt bestehen: Der Flächenverbrauch. Der tägliche Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche beträgt im vierjährigen Mittel der Jahre 2016 bis 2019 noch immer 52 Hektar und ist damit weiterhin weit vom Ziel entfernt, den Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 Hektar zu begrenzen.

Die Reduzierung des Flächenverbrauchs ist vor allem Aufgabe der Kommunen und Länder. Der Bund engagiert sich dennoch, um Rahmenbedingungen zu verbessern. Das Bundesumweltministerium nimmt etwa das Thema Entsiegelung stärker in den Fokus und wird in Kürze Forschungsergebnisse dazu veröffentlichen und den Kommunen an die Hand geben. Auch Förderprogramme wurden zuletzt so gestaltet, dass Anreize für die Entsiegelung von Flächen gesetzt wurden.

Siehe hier

Hier findet ihr den 5ten Bodenschutzbericht

Sonntag, 15. August 2021

Bodenversiegelung muss gestoppt werden

Wie viel Quadratmeter oder ha Boden können angesichts des atmosphärischen CO2-Ausstoßes und der Überforderung der Weltmeere als CO2-Speicher und den daraus folgenden Extremwetterlagen und Meeresspiegelanstiegen in Lilienthal weiterhin für Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt werden?

Müssen wir nicht schneller als im Niedersächsischen Weg vorgeschlagen (2050) zu dem Ziel netto-Null Bodenversiegelung kommen?

Freitag, 17. Januar 2020

Aktion: Kein Bauland an der Mauerseglerstrasse

Das Lilienthaler Aktionsbündis "Kein Bauland an der Mauerseglerstrasse" hat jetzt eine Postkartenaktion gestartet. Möglichst viele Lilienthaler*innen sollten die vorbereitete Postkarte an den Gemeinderat in Lilienthal schicken.

Während der öffentlichen Anhörung am 16. Januar 2020 im Baudiensteausschuss vertrat dagegen der Querdenker-Ratsherr Ingo Wendelken die Position:

"Das Klimaargument bei der Mauerseglerstrasse ist zu dünn."

Herrn Wendelken ist zu empfehlen, sich einmal in die Unterwelt zu begeben - in die reale Unterwelt unter unseren Füßen. Herr Wendelken möchte in Lilienthal Bäume pflanzen. Gut so! Die Bewahrung des Bodens - im Falle der Mauerseglerstrasse etwa 60.000 qm - und seiner Biosystemleistung für uns ist noch wichtiger als Bäume und Wald.

In Zeiten des Klimawandels geht es nicht nur darum, CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch darum, ausgestoßenes CO2 in Senken, vor allem etwa durch Wälder, Moore und ebend auch Wiesen (z. B. in Lilienthal an der Mauerseglerstrasse) wieder einzufangen. Darauf verwies beispielsweise auch die Kanzlerin beim letzten EU-Gipfel im rumänischen Sibiu. Eine nachhaltige und auf Klimaneutralität ausgerichtete Orts- und Stadtentwicklungspolitik muss diese Zusammenhänge beachten - in der Verwaltung und im Gemeinderat. Im November 2018 legte das Johann Heinrich von Thünen-Institut im Auftrage des Bundesministeriums für Landwirtschaft die Ergebnisse der ersten Bodenzustandserhebung vor (Landwirtschaftlich genutzte Böden in Deutschland – Ergebnisse der Bodenzustandserhebung). Herr Wendelken (und andere politisch Verantwortliche sowie Repräsentanten der Gemeindeverwaltung) kann sich die Ergebnisse hier bequem herunterladen und sie dann in seine politische Willensbildung und Entscheidung über kommunale klimapolitische Maßnahmen sowie eine eventuelle Bebauung der Mauerseglerstraße einfließen lassen.

Freitag, 25. Januar 2019

Braucht Lilienthal weitere Bau- und Gewerbegebiete?

Im Landkreis Osterholz wird in den Jahren 2019 und 2020 das regionale Raumordnungsprogramm fortgeschrieben. Unter anderem auch in Lilienthal sind Kommunalpolitiker offenbar der Auffassung, dass im neuen regionalen Raumordnungsprogramm dafür Flächen ausgewiesen werden müssen. Nur dann könnte die kommunale Bauleitplanung die aufgrund der hohen Verschuldung der Gemeinde für notwendig gehaltene Wachstumsstrategie bei der Einwohner- und Gewerbeentwicklung realisiert werden.

Die vom Landkreis beauftragte CIMA Beratung und Management GmbH hat für den Zeitraum bis 2030 allein für Lilienthal einen Bedarf von 10,3 ha nur für Gewerbeflächen ermittelt. Das sind 103.000 qm, die zukünftig in Lilienthal versiegelt werden sollen. Was das für die Natur und die Menschen in Lilienthal bedeutet, sollte dringend in einem intensiven Diskurs vor Ort erörtert werden. Die Konflikte zwischen der Ökonomie und Ökologie liegen offen zu Tage. Für den gesamten Landkreis Osterholz wird ein zusätzlicher Bedarf von zusammen fast 500.000 qm Gewerbefläche ausgewiesen. Wo soll diese Entwicklung noch hinführen? Wachstum ohne Ende? Nach uns die Sintflut?

Wachstum (auch kommunales mit Flächenansprüchen) ist nicht die Lösung der Umweltprobleme, sondern das eigentlich Problem unserer Zeit. Eine auf Wachstum setzende Politik lässt sich kaum mit ökologischen Nachhaltigkeitszielen vereinbaren. Boden ist endlich! Die zunehmende Versiegelung des Bodens - manche sprechen von Flächenfraß - hat dramatische Auswirkungen auf die Umwelt und damit auf die Menschen.

Der Bayerische Rundfunk hat dieses Thema vor kurzem aufgegriffen. Ein Blick nach Bayern zeigt die Nutzungskonflikte auf. Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=c-CXkyeG4y8&app=desktop
https://www.youtube.com/watch?v=c-CXkyeG4y8&app=desktop

In Lilienthal sollten nicht nur die Kreis- und Kommunalpolitiker die Zusammenhänge kritisch würdigen. Auch die interessierten Bürger*innen sind gefragt. Sie sollten darüber nachdenken, wie sie selbst und später die Kinder und Enkel leben möchten.

Mittwoch, 21. November 2018

Neuer Ortsteil für Lilienthal?

Ein Bremer Investor hat seinen Plan für die Entwicklung eines neuen Ortsteils mit 200 Wohneinheiten an der Mauerseglerstaße der Verwaltung und den Ratsmitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Es stellen sich im Zusammenhang mit diesem Investorenplan zahlreiche Fragen, unter anderem die, ob Lilienthal keine Pferdewiesen mehr braucht und welche Klimaauswirkungen die weitere Bodenversiegelung haben wird.

85ste Diskursrunde am Di., 18. August 2026: die sechs Kandidaten stellen sich vor

Im Rahmen unserer 85sten Diskursrund am 18. August 2026 werden sich die sechs Kandidaten (2 Frauen und 4 Männer) persönlich vorstellen. Unse...